SPD-Landtagsfraktion lehnt Aussetzen des Ladenöffnungsgesetzes ab

Veröffentlicht am 30.07.2020 in Arbeit & Wirtschaft

Eine Aussetzung des Ladenöffnungsgesetzes wie von der IHK Erfurt vorgeschlagen, lehnt die SPD-Fraktion entschieden ab. Dazu die arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Sprecherin Diana Lehmann: „Erst vor wenigen Wochen hat das ganze Land den Beschäftigten im Lebensmittelhandel applaudiert, weil sie unter Einsatz ihrer Gesundheit während des Lockdowns die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt haben. Nach vielen Sonntagsreden über eine nachhaltige Verbesserung von den Arbeitsbedingungen im Handel, soll jetzt - u. a. der IHK zufolge - Arbeitnehmerschutz abgebaut werden. Das ist mit der SPD nicht zu machen!“

Besonders Familien mit berufstätigen Eltern waren die Leidtragenden des Lockdowns, weil sie als letzte von den Lockerungen profitiert haben. Gerade sie benötigen nach dieser anstrengenden Zeit den Sonntag als Ruhe- und Familientag. Durch Sonntagsöffnungen wären die Familien erneut die Gekniffenen, so Lehmann weiter.

„Die Forderung der IHK zeigt, dass sie noch immer nicht verstanden hat, dass gute Arbeitsbedingungen einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Dafür sollte auch die IHK endlich Verantwortung übernehmen. Statt die Beschäftigungsbedingungen immer weiter zu verschlechtern, wären die Arbeitgeber im Einzelhandel gut beraten, endlich mit in Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag zu treten und so für gute Löhne und Arbeitsbedingungen zu sorgen“, so Diana Lehmann abschließend.

 

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